Microfinish optimiert neue PKW-Lenksysteme
Zur Verminderung des CO2-Ausstoßes bei modernen Automobilen setzen Automobilhersteller vermehrt auf den Einsatz von Lenksystemen mit elektrischer Servomotorik statt der bislang üblichen Servohydraulik.
Als Vorteile lassen sich anführen:
Neben den einfacheren elektrohydraulischen Systemen und Versionen mit Ritzelanbindung werden bereits Systeme mit Kugelumlaufspindeln eingesetzt, die sich neben der Vollelektrik durch eine sehr kompakte, leichtere Bauweise bei hohen Stellkräften auszeichnen. Prinzipbedingt haben die Kugeln nur Punktberührung mit der Spindel und der Mutter wie bei einem Kugellager. Welligkeiten der Laufbahnen an Spindel und Mutter führen zu Vorspannungsänderungen die bei Stellbewegungen Geräusche und schwellende Widerstände auslösen. Mangelnde Feinfühligkeit und deutliche Bewegungsgeräusche verunsichern Fahrer entsprechend ausgerüsteter Automobile.
Die Welligkeiten entstehen bei der Herstellung unter Einsatz von Schleifen oder Wirbeln durch den linienförmigen Kontakt der Werkzeuge und lassen sich nur durch optimale Abstützung gerade der Spindel und durch schnittiges, optimal abgerichtetes Werkzeug begrenzen.
Mit Microfinishing werden die Wellen beseitigt und durch Reduzierung der Rautiefe das Einlaufverhalten optimiert. Der Einfluss der Welligkeiten kann über Geräuschmessungen des kompletten Lenksystems oder auch im Vorfeld durch entsprechende Messungen mit anschließender FFT-Analyse erfolgen.
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