Gerade in der Automobilbranche sind Präzision und geringe Reibung Voraussetzungen für mehr Leistung, Funktionssicherheit, Langlebigkeit und für sparsameren Umgang mit Energie und Rohstoffen.
Der Einsatz von Microfinish bzw. Superfinish ermöglicht die Herstellung definierter technischer Oberflächen und Werkstückgeometrien zur Minimierung der Reibwerte und Verbesserung des Wirkungsgrades. Die erzeugbaren Oberflächenstrukturen, die oftmals durch den Traganteil und diverse Oberflächenrauhigkeitsangaben definiert werden, können in engsten Toleranzen an die Erfordernisse angepasst und mit Fähigkeitsnachweis hergestellt werden. Die Micro- und Makro-Geometriefehler der Vorbearbeitungsstufe werden zuverlässig eliminiert.
Finishmethoden im Fahrzeug- und Motorenbau
Für Nockenwellen, Kurbelwellen, Getriebewellen, Kreuzgelenke, Lenkwellen, Zahnstangen, Stoßdämpferkolbenstangen etc. werden Stein- und/oder Bandwerkzeuge bei überlagerten Bewegungen der Werkstückdrehzahl und einer Kurzhub- und/oder Langhuboszillation des Werkzeuges verwendet.
Für sphärische aber auch für ebene Flächen von Zylinderblöcken und -köpfen, Ventilstößeln, Kugelbolzen und Pumpenelementen von Diesel- und Benzin-Einspritz- systemen wird die Werkstückrotation mit der Rotation eins topfscheibenförmigen Steinwerkzeuges überlagert.
Bei der Planbearbeitung zweier gegenüberliegender Flächen, z. B. bei Bremsscheiben, Pleuel, Ventilen und Ventilstößeln, Pumpenrotoren, Zahnrädern, Kupplungsscheiben, Kreuzgelenken, Wälzlagerringen, Schaltgabeln wird das Doppelseiten-Schleifverfahren eingesetzt. Hierbei wird das Werkstück mit oder ohne zusätzlicher eigener Bewegung durch einen Schleifspalt aus rotierenden, scheibenförmigen Werkzeugen geführt.



